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Biathleten auf Medaillenjagd in Antholz: „Alles oder Nichts!“

Was für Ski-Fans Kitzbühel oder für Fußball-Fans das Wembley-Stadion ist für die Biathlon-Community Antholz. Zum bereits sechsten Mal, nach 1975, 1976, 1983, 1995 und zuletzt 2007, finden von 13. bis 23. Februar 2020 die Titelkämpfe der Loipenjäger in Südtirol statt. An neun Wettkampftagen werden in der höchstgelegensten Wettkampfstätte im Biathlon-Zirkus – die Loipe liegt auf 1.600 Metern Meereshöhe – 12 Weltmeister gekürt. Die Alto Adige-Arena bietet Platz für 15.000 Zuschauer, entlang der Strecke werden weitere 10.000 Fans die Rennen hautnah verfolgen.
Die großen Favoriten, das weiß man im Lager des österreichischen Biathlon-Teams, sind andere. Der Norweger Johannes Thingnes Bö oder der Franzose Martin Fourcade etwa. Die Zielsetzung von Cheftrainer Ricco Groß lautet dennoch: „Wir wollen mit einer Medaille aus Antholz heimfahren!“

Damit würde das ÖSV-Team, das bisher 17 WM-Medaillen geholt hat, eine gewisse Tradition fortsetzen, gab es doch in den letzten Jahren immer zumindest einmal Grund zum Jubeln. „Vor allem in den Staffel-Formaten haben wir im Weltcup bereits angedeutet, dass einiges möglich ist. In den Individual-Rennen ist natürlich Julian Eberhard aufgrund seines Leistungsvermögens in der Loipe ein Medaillenkandidat“, so Groß.

Der Salzburger reiste top-fit und perfekt vorbereitet nach Antholz. Die Trainingscamps in der Höhe von Martell und am Biathlon-Stützpunkt in Hochfilzen sind optimal verlaufen. Und auch die ersten Trainingseinheiten in Antholz waren vielversprechend für den 33-Jährigen. „Durch die Höhenlage und den anspruchsvollen Streckenverlauf wird es sicher sehr lauflastig, da muss man körperlich in Topform sein“, weiß der Technogym-Markenbotschafter um die Wichtigkeit von Fitness und Gesundheit. Deshalb hat er auch unzählige Extra-Schichten im Gym eingelegt.

Und Eberhard, bei der letztjährigen Weltmeisterschaft im schwedischen Östersund Bronzemedaillengewinner, kennt auch die besonderen WM-Gesetze: „Bei einer WM geht es einzig und allein um Medaillen, deshalb heißt es: Alles oder Nichts! Aber klar ist auch, dass es für eine Medaille auf alle Fälle eine außergewöhnliche Vorstellung braucht.“

Vorrangiges Ziel ist es, die bestmögliche Leistung abzurufen: „Ob es dann für eine Medaille reicht, wird man sehen. Spannend wird sicher, wer zum Ende der WM, wenn es darauf ankommt, am besten mit seinen Kräften haushalten kann.“

Dominik Landertinger, der zweite ÖSV-Biathlet im Markenbotschafter-Team von Technogym, war in den letzten Jahren Stammgast bei Großereignissen – und dort auch regelmäßig bei Siegerehrungen dabei. Nach Antholz ist der Tiroler als Außenseiter gereist. Nach einem langen Leidensweg sieht er aber zumindest wieder etwas Licht am Ende des Tunnels. Ein Bandscheibenvorfall im Jahr 2016 und die notwendige Operation ein Jahr später waren der Beginn einer beschwerlichen Zeit für den vierfachen Olympiamedaillengewinner.

Landertinger trainierte härter, effizienter und ausgeklügelter, vor allem in Sachen Laufleistung fand er bislang noch nicht zurück zu alter Stärke. „Es war eine Katastrophe“, erinnert sich der 31-Jährige zurück. Rund um Weihnachten dann aber der Durchbruch: „Die Problematik war, dass sich die Muskelgruppen, vor allem im Bauch und im Gesäß, nicht mehr richtig ansteuern ließen. Diese Muskeln mussten erst wieder lernen mitzuarbeiten. Inzwischen funktioniert es schon wieder ganz gut“, hat der 31-Jährige viel Zeit im Gym verbracht.

Und sieht sich nun, rechtzeitig zum Höhepunkt des Winters 2019/2020, wieder auf dem richtigen Weg. „Ich kann endlich wieder ans Limit gehen. Aber die letzten zwei Jahre lassen sich nicht in zwei Wochen aufholen. Ich brauche noch Zeit, um wieder an die Weltspitze anzuschließen.“ Deshalb ist die Erwartungshaltung in Sachen Edelmetall gering, aber: „In der Staffel gehen wir schon wieder auf eine Medaille los, aber da muss wirklich alles passen.“ Ganz einfach: Alles oder Nichts!

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