Diese Website nutzt eigene technische Cookies, anonyme analytische Cookies Dritter und Cookies Dritter, die bei der Profilerstellung verwendet werden könnten: Indem Sie irgendwelche Elemente/Bereiche dieser Website außerhalb dieses Banners aufrufen, geben Sie Ihre Einwilligung, dass Cookies auf Ihrem Rechner gespeichert werden. Wenn Sie mehr erfahren möchten oder Ihre Einwilligung zur Nutzung von Cookies nicht erteilen, klicken Sie hier.

Michael Matt ist bereit für den Super-Jänner

Madonna di Campiglio. Adelboden. Wengen. Kitzbühel. Schladming. Fünf Rennen binnen 20 Tagen. Der Jänner ist für Slalomfahrer gewiss der intensivste Monat im Jahr. Mittendrin statt nur dabei: Michael Matt. Der Tiroler ist einer von Österreichs ganz großen Hoffnungsträgern und freut sich auf den Super-Jänner: „Darauf arbeitet man das ganze Jahr hin. Es gibt viele Chancen auf Podestplätze und Punkte.“

Den Startschuss bildet Madonna di Campiglio. Der Nachtslalom im Trentino hat sich im Weltcup-Kalender etabliert und lockt Jahr für Jahr zahlreiche Zuseher an. Weiter geht es mit dem Schweizer Doppel: Adelboden und Wengen. Vergleichbar sind die beiden Strecken nicht. Während in Adelboden der steile Schlusshang Überwindung kostet, sind in Wengen die Bodenwellen und Übergänge tückisch.

Danach geht es für Matt und Co. in die Heimat. Der Slalom auf dem Ganslernhang ist einmal mehr der krönende Abschluss des Hahnenkamm-Wochenendes in Kitzbühel, nur zwei Tage später geht es auf der berüchtigten Planai in Schladming um Punkte, Preisgeld und Prestige.

„Jetzt ist jede Woche Rennen, von dem her ist es sehr positiv, dass man sich jede Woche beweisen und dementsprechend an seinen Zielen arbeiten kann“, freut sich Matt auf die Klassiker. Besonderen Anreiz haben für den Flirscher die Heimrennen. „Die Österreich-Rennen Kitzbühel und Schladming, das ist schon eine Klasse für sich. Es sind die Schweiz-Rennen schon schön, da kann man sich gut aufwärmen für die zwei Klassiker. Da sieht man schon, was der Skisport für einen Stellenwert in Österreich hat.“

Die Besonderheit in Kitzbühel liegt nicht nur am Ganslernhang – sondern auch am Trubel rundherum: „Kitzbühel ist eine meiner Lieblingsstrecken, wenngleich kein anderer Slalom anstrengender ist. Es gibt unzählige Sponsoren- und Pressetermine, sowie Autogrammstunden, da heißt es sich seine Kräfte einzuteilen und immer fokussiert zu bleiben, damit man am Sonntag seine volle Leistung abrufen kann. Auch beim Rennen selbst ist die Hölle los. Diese Atmosphäre ist einfach einzigartig. Die Leute sind auf der ganzen Strecke verteilt und man hört sogar den Stadionsprecher auf der Piste, da muss man sich besonders konzentrieren.“

Wichtig in Kitzbühel, wie auch im Super-Jänner: Ein langer Atem. „Im Jänner zeigt sich, wer im Sommer gut trainiert hat“, weiß auch Matt. Der 26-Jährige überließ nichts dem Zufall und setzte in der Vorbereitung auf Technogym: „Ich trainiere mit Technogym, weil ich auf den besten Geräten arbeiten will. Ich habe schon vieles ausprobiert, aber in Sachen Biomechanik geht nichts über Technogym.“

Egal ob Kraft, Ausdauer oder Koordination. „Wenn ich mich nach dem Training besser und stärker fühle als davor, dann war es eine gute Einheit.“ In den Sommermonaten waren es bis zu 10 Einheiten pro Woche: „Da wird die Basis für Siege und Stockerlplätze gelegt.“ Welchen Part der zweifache WM-Silbermedaillengewinner am liebsten hat? „Ganz klar das Krafttraining“, schmunzelt Matt. „Weil ich es als die Basis sehe. Das Spezielle am Skifahren – und besonders am Slalom – ist, dass man aber viele Komponenten vereinen muss. Spritzigkeit, Schnellkraft, Ausdauer, Koordination. Alles ist wichtig und muss gleichermaßen trainiert werden.“ Neben Ski, Schuhen und Stöcken sind auch Skillrun, Skillbike und Skillmill ständige Begleiter.

Die Skillline bietet viele Möglichkeiten, deshalb arbeite ich so gerne damit. Es gibt in diesem Bereich nichts Besseres.

Der zweifache Olympia-Medaillengewinner wirkt stets ruhig und gelassen, im Training wird er jedoch zum ehrgeizigen Arbeiter. Beides liegt ihm im Blut. Bereits sein Bruder Mario Matt wurde „Iceman“ genannt war gleichzeitig bei Großereignissen stets auf den Punkt fokussiert und zur Stelle. „Das liegt in unseren Genen. Der Papa war auch immer tiefenentspannt“, zuckt Matt mit den Schultern. Einzig die Gedanken an die nächsten Wochen lassen den Puls des bodenständigen Tirolers jäh nach oben schnellen.

/ähnliche Beiträge

Alles neu: Brem für die kommende Saison gut gerüstet

Rückschläge, Höhenflüge, Verletzungen, Siege. Die Karriere von Eva-Maria Brem gleicht einer Acht...