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Das Gegenteil von Altern heißt Training

Neben Kosmetikprodukten, Diäten und Rezepturen, die Wunder versprechen, dreht sich eine ergiebige und sich ständig fortentwickelnde Debatte um Anti-Aging-Methoden. Es wurden zahlreiche Behauptungen aufgestellt und wieder verworfen. Wenn wir vom „Anti-Aging“ sprechen, ist das erste, das in den Sinn kommt, die Verwendung von Kosmetikprodukten für die Haut - es sieht jedoch ganz so aus, dass der beste Verbündete für diejenigen, die gern in jeder Hinsicht so lange wie möglich jung bleiben wollen, ein anderer ist: sportliche Aktivität.

Der erste Schritt: den eigenen Standpunkt ändern

Um den Zusammenhang zwischen sportlicher Aktivität und dem Alterungsprozess (sowie Methoden zur Verzögerung seiner Folgen) umfassend zu verstehen, ist es notwendig, zunächst einmal den eigenen Standpunkt zu ändern. Dies erklärt der amerikanische Journalist Jeff Bercovici in seinem Buch Play on: how to get better with age. Es ist nicht der Alterungsprozess, der die körperliche Fitness beeinträchtigt, sondern die Verschlechterung der körperlichen Fitness lässt uns altern. Mit seinem Buch wollte Bercovici die These aus dem Weg räumen, dass das Menschenleben ein linearer Prozess sei, der zu einer langsamen Verschlechterung der Körperfunktionen führt.

Und welch bessere Zeugen gibt es da als Sportler, die selbst lange, nachdem sie die Altersgrenze für ihre Sportart überschritten haben, wettbewerbsfähig bleiben? Roger Federer und Serena Williams sind da nur zwei berühmte Beispiele. Ausgehend von ihren Lebensgeschichten hat Bercovici eine neue Sichtweise über das Anti-Ageing eingeführt, bei der ein Kernelement heraussticht: Für lange Zeit jung bleiben ist nicht nur Profisportlern vorbehalten.

Trainieren, um das Altern zu vermeiden

Was haben ein hochintensives Training, Krafttraining, Spinning und Meditation gemeinsam? An dieser Stelle sollte die Antwort, wenn auch nicht offensichtlich, so doch einfach sein: All diese Arten des Trainings können vollständig unter den Begriff Anti-Aging-Methoden aufgenommen werden.

Das High Intensity Interval Training - HIIT, eine Trainingsmethode, bei der sich hochintensive Belastungsphasen mit langsamen Regenerationsphasen abwechseln, aktiviert zum Beispiel eine Reihe von körperlichen Prozessen, die auf Zellebene unterschiedliche Vorteile mit sich bringen. In diesem Fall liegt das Geheimnis im richtigen Gleichgewicht. Ideal wäre es, wie folgt das Training wieder aufzunehmen: 20 % hochintensives Training, 80 % Training von geringerer Intensität. Woher sollen Sie aber wissen, wann Sie eine wirklich hochintensive Übung absolvieren? Der beste Indikator dafür ist die Herzfrequenz: Diese muss stark ansteigen - so sehr, dass das Training so anstrengend wird, dass es unangenehm wird. Beim Training sollten Sie sich fragen: Können Sie diesem Intensitätsniveau lange standhalten? Wenn die Antwort nein lautet, dann sind Sie auf dem richtigen Weg.

Ebenso wichtig ist das Krafttraining, mit dem unterschiedliche Alterungssymptome bekämpft werden können, wie z.B. Muskelschwäche, Gewichtszunahme und sogar kognitive Störungen. Niemand weiß besser als ein Sportler, wie wichtig es ist, die Muskeln zu kräftigen, um Verletzungen zu vermeiden.

Die Vorteile des Krafttrainings gehen jedoch weit hierüber hinaus. Zunächst einmal ist diese Art der körperlichen Betätigung von wesentlicher Bedeutung für den Aufbau und Erhalt der Skelettmuskulatur, die eng mit dem Gewicht zusammenhängt. Die Skelettmuskulatur verbrennt nämlich viele Kalorien, und wenn sie abnimmt, führt das zu einer Verlangsamung des Stoffwechsels, der Hauptursache der Gewichtszunahme, zu der es oftmals im Laufe der Jahre kommt. Zudem wurde das Krafttraining mit positiven Wirkungen auf neurologischer Ebene in Zusammenhang gebracht: Diese Art des Trainings kann die kognitiven Funktionen verbessern.

Trainieren, um schön zu sein

Wie bereits angesprochen wirkt sich die sportliche Tätigkeit nicht nur auf die körperliche Fitness, sondern auch auf die ästhetische Ebene aus. Studien in Belgien haben belegt, dass eine Spinning-Session von 45 Minuten wie kein anderes Herzkreislauftraining wie z.B. auf dem Laufband oder beim Tanzen so sehr die Produktion des Proteins NRF1 ankurbelt, welches durch eine protektive Wirkung auf die Zellen die Telomere schützt, die sich an den Enden des DNA befinden. Mit dem Alter nutzen sich die Telomere ab, weshalb die Zellen altern. Diese Aktivitäten könnten diesen Prozess verlangsamen und dafür sorgen, dass die Zellen für eine längere Zeit in einem guten Zustand bleiben, was eine merklich verjüngendere Wirkung haben würde.
Telomere waren auch Gegenstand einer Studie der Universität von Kalifornien, welche die Folgen von Stress untersucht hat. Dass Stress ist ein Feind der Gesundheit ist, ist sicherlich nichts Neues, aber die amerikanische Studie belegte, dass chronischer Stress den Telomerabbau und somit den Alterungsprozess beschleunigen kann.

Selbst wenn es einfacher gesagt als getan ist, die eigenen Gewohnheiten zu ändern, um den Alltag stressfreier zu gestalten, können Meditations- oder andere Mindfulness-Praktiken eine Lösung sein: Auch nur dreißig Minuten Entspannung in der Woche können das Leben verbessern und noch schöner machen.

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