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Viki Schnaderbeck: Extra-Schichten als Erfolgsgeheimnis

Viktoria Schnaderbeck lebt ihren Traum – und das schon seit vielen Jahren. Begonnen hat die Karriere der Steirerin einst beim LUV Graz, von wo sie im Alter von 16 Jahren zum FC Bayern München wechselte, um dort ganze elf Jahre zu bleiben. Aber nicht nur das, die Zeit in München war für Schnaderbeck extrem erfolgreich. Die Defensivspielerin gewann mit den „Roten“ zwei Mal die Deutsche Meisterschaft sowie einmal den DFB-Pokal. „Ich habe von der deutschen Mentalität vieles mitnehmen und lernen können, die Jahre in München waren wunderschön“, erinnert sich Schnaderbeck gerne zurück.

Im Sommer 2018 suchte sie eine neue Herausforderung und fand diese in London. Beim großen FC Arsenal. „Die Super League ist sehr ausgeglichen, die Dichte unglaublich hoch und der Spielstil – typisch Englisch – sehr physisch. Aber Arsenal ist die Spielkultur sehr wichtig, wir wollen den Fans guten Fußball bieten“, erzählt Schnaderbeck und also auch, dass rund 3.000 Zuschauer zu Heimspielen ins Stadion kommen.

Die Begeisterung ist auch deshalb groß, weil 2021 im Mutterland des Fußballs die Frauen-Europameisterschaft stattfindet. „Das hat der Entwicklung des Frauenfußballs in England noch einmal einen zusätzlichen Boost gegeben.“ Zum Länderspiel England gegen Deutschland kamen Anfang November 90.000 Fans ins Wembley-Stadion. Die 28-Jährige ist in der Millionenmetropole längst angekommen, erst recht, als sie am Ende ihrer ersten Saison gleich den Meistertitel stemmen durfte. „Es ist wirklich alles so aufgegangen, wie ich mir das vorgestellt und gewünscht habe.“ Und dennoch, oder gerade deshalb mangelt es der ehrgeizigen Verteidigerin nicht an neuen Zielen. Da wäre einmal die Titelverteidigung in der Women’s Super League, die diesen Titel mit klingenden Vereinsnamen wie Chelsea, Manchester City oder Liverpool mehr als verdient.
Da ist aber auch die Champions League, in der Schnaderbeck mit den „Gunners“ bereits im Viertelfinale steht. Dass das Finale der Saison 2019/2020 ausgerechnet in Wien und also in der Heimat stattfindet, ist für Schnaderbeck zusätzliche Motivation. „Es wäre das ultimative Highlight meiner Karriere! Der Weg ist nicht mehr lange, wir gehören zu den Top-8 und ich spüre, dass etwas Großes möglich sein kann“, kennt die Nationalspielerin keine Angst vor großen Namen wie FC Barcelona oder Olympique Lyon. „Wenn man den Pokal gewinnen möchte, muss man sowieso die Besten schlagen – und wenn man einmal auf diesem Niveau unterwegs ist, kriegt man eine immer größere Lust, Titel zu gewinnen. Egal ob mit dem Verein oder dem Nationalteam.“

Apropos Nationalteam: Die Qualifikation für die EURO 2021 läuft, die ÖFB-Frauen liegen nach zwei Spielen auf Platz 1 der Gruppe G und wollen dort auch überwintern. „Die EM-Endrunde in England wird ein Meilenstein für den Frauenfußball, weil wir bei diesem Turnier in Dimensionen vorstoßen werden, die es so noch nicht gab. Das ist für uns ein extrem Anreiz, bei dieser Europameisterschaft dabei zu sein.“

Und dafür sucht die Kapitänin der ÖFB-Frauen stets nach den paar Extraprozenten, die dann in den entscheidenden Momenten den Unterschied ausmachen sollen. „Ich hatte in meiner Karriere das Glück, dass ich immer bei Vereinen war, die in Sachen physischem Training auf sehr hohem Niveau gearbeitet haben. Aber es war immer schon wichtig, auch darüber hinaus etwas zu tun, angefangen von der Athletik über die Ernährung bis hin zur Regeneration, eben all jene Faktoren, die ich selbst beeinflussen kann“, so die Technogym-Markenbotschafterin, die sich auf ihr Talent alleine nie verlassen wollte.
„Um es an die Spitze zu schaffen, bedarf es harter Arbeit, Disziplin und Durchhaltevermögen“, weiß Schnaderbeck, die sich auch von leichteren und schwereren Verletzungen nie von ihrem Weg abbringen ließ. „Das ist unser Berufsrisiko. Die Frage ist, wie man mit einer Verletzung umgeht, um im Bestfall noch stärker zurückzukommen. Dafür braucht es eine gesunde Mischung aus Fokus, Disziplin und Durchhaltevermögen auf der einen, sowie Ruhe und Rückhalt auf der anderen Seite.“

Ihr Können und ihre Skills, der eiserne Wille und der Glaube an die eigenen Stärken, ihr Einsatz und ihr Auftreten auf und abseits des Platzes machen Viktoria Schnaderbeck zu einem Role Model für den Frauen-Fußball, zum Vorbild für viele junge Mädchen und Frauen. Die schon heute nur ein Ziel kennen: Kick it like Viki!

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